Die Volkskrankheit ist kein Begriff aus der medizinischen Fachsprache. Das Wort Volkskrankheit ist mehr als Sammelbegriff f r Krankheiten zu sehen, die unter der Bev lkerung eines Landes verst rkt auftreten. Die Bezeichnung Zivilisationskrankheit w rde den Kern besser treffen. Klassische Beispiele f r Erkrankungen, die urs chlich auf dem Lebensstil, der Kultur des Landes und der Gesellschaft beruhen, sind der Schlaganfall, der Herzinfarkt oder auch die Arteriosklerose. Risikofaktoren wie die Ern hrung, Bewegungsmangel und Stress sind in der heutigen Gesellschaft mehr und mehr anzutreffen. Sieht man sich die Statistiken ber die Krankheit Fettleibigkeit (Adipositas) an, ist abzulesen, dass diese bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges selten diagnostiziert wurde. Der Lebensstil musste den gesellschaftlichen Gegebenheiten angepasst werden. Erschreckend ist, dass bis zur H lfte der Todesf lle in Deutschland auf vermeidbare Risiken zur ckzuf hren sind. Bewegungsmangel und fettreiche Ern hrung beg nstigen Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und R ckenleiden. Nachgewiesen ist ebenfalls der rasante Anstieg der psychischen Erkrankungen. An der Spitze stehen die Depressionen.