Gå direkt till innehållet
Credit Default Swap-Aktivismus
Spara

Credit Default Swap-Aktivismus

Vertragsparteien von Credit Default Swaps (CDS) beeinflussen zunehmend gezielt Unternehmen, auf die sich ihr CDS bezieht, um die Rentabilität ihrer Position sicherzustellen. Dieser Aktivismus wirkt sich nicht nur negativ auf die Kapitalmärkte aus, sondern erschwert auch die Restrukturierung von Unternehmen in Zahlungsschwierigkeiten. Julian Franke untersucht dieses Phänomen, indem er es in tatsächlicher Hinsicht aufarbeitet, ökonomisch analysiert und rechtlich bewertet. Im Fokus stehen das deutsche Zivilrecht und das unionsrechtliche Kapitalmarktrecht. Seitenblicke auf das US-amerikanische Recht bilden die Grundlage für ein umfassendes Verständnis der Regulierung des globalen CDS-Markts. Der Autor zeigt, dass CDS-Aktivismus größtenteils zu gesamtgesellschaftlichen Wohlfahrtseinbußen führt und daher richtigerweise bereits nach geltendem Recht weitgehend untersagt ist. Er empfiehlt die Einführung eines Transparenzregimes für CDS-Positionen, um die Steuerungswirkung der privaten Rechtsdurchsetzung zu optimieren. Darüber hinaus sollte der Staat bestimmte Strategien des CDS-Aktivismus verbieten und das Verbot durchsetzen. Die rechtliche Bewertung wirft eine Reihe grundsätzlicher Fragen auf: Wie sind standardisierte, marktweit verwendete Verträge auszulegen? Welche Kooperationspflichten bestehen bei einer Unternehmensrestrukturierung? Wie sind selbst geschaffene innere Tatsachen insiderrechtlich zu behandeln? Wann sind Preise künstlich? Julian Franke nimmt sich dieser Debatten an und trägt so zu grundlegenden finanzrechtlichen Diskursen bei.
Die Arbeit wurde mit dem Promotionspreis der Juristischen Fakultät der Humboldt-Universität zu Berlin 2025 im Fachgebiet Zivilrecht ausgezeichnet.

Undertitel
Eine ökonomische Analyse und rechtliche Bewertung der Einflussnahme von Credit Default Swap-Investoren auf Unternehmen
Författare
Julian Franke
ISBN
9783162002761
Språk
Tyska
Vikt
310 gram
Utgivningsdatum
2026-04-30
Sidor
449