Wie Unternehmenszusammenschlusse bilanziell abgebildet werden sollten, wird seit langem kontrovers diskutiert. Der - insbesondere in der Rechnungslegung nach US-GAAP vorherrschenden - Auffassung, dass jegliche Arten von Untemehmensverbindungen im Wege der EnA/erbsmethode abgebildet werden sollten, steht die - intuitiv einsichtige - Ansicht gegenuber, dass verschiedene Arten von Business Combinations unterschiedliche bilanzielle Abbildungskonsequenzen bedingen. Letztere Ansicht scheint allerdings in Anbetracht der aktuellen Entwicklungen auf multinationaler Ebene, die auf ein Ein- Methoden-System nach Mafigabe der Erwerbsmethode hinauslaufen, in der derzeltigen Diskussion unterzugehen. Mit der vorllegenden Arbeit verfolgte Herr Dr. Smigic das Ziel, den Zusammenhang zwischen der Abhangigkeit von Erscheinungsformen von Unternehmenszusamm- schlijssen und ihrer Abbildung im externen Rechnungswesen zu analysieren und auf dieser Basis die Zweckmafligkeit der verschiedenen Konsolidierungsmethoden - Erwerbs-, Pooling- sowie Fresh Start-Methode - zu beurteilen. Die vorliegende Arbeit enthalt eine uberzeugende Zweckmafligkeitsanalyse der verschiedenen Methoden der Kapit- konsolidierung mit einer Vielzahl neuer, bislang in der Literatur nicht in dieser Form geciulierten Aspekte. So wird die allgemeine Kritik an der Fair Value-Konzeption im Hinblick auf den Informationsgehalt der zum Fair Value angesetzten Bilanzpositionen auf die Kapitalkonsolidierung ubertragen und daran die Problematik der EnA/erbs- und Fresh Start- Methode verdeutlicht, die Auswirkungen der Konsolidierung auf die Eignung des a- gewiesenen Periodenergebnisses zur Prognoseeignung einerseits und zur Performance- Messung andererseits diskutiert und ein Vorschlag zur Losung des Konflikts zwischen dem Ausweis informativer Bilanzpositionen und eines informativen Gewinns uber den Ansatz bilanzieller Abgrenzungsposten unterbreitet.