Der Karl-Christ-Preis ist dem Andenken an den Marburger Althistoriker Karl Christ gewidmet (1923-2008). Mit dem Preis werden seit 2013 herausragende wissenschaftliche Leistungen auf dem Gebiet der Alten Geschichte und ihrer Nachbardisziplinen sowie der Wissenschafts- und Rezeptionsgeschichte des Altertums ausgezeichnet. Der siebte Preistrager ist Uwe Walter. Er es ein Althistoriker, der sein Fach auf hochstem Niveau betreibt, aber zugleich ausgepragte allgemeinhistorische Interessen hat. In herausragender Weise gelingt es ihm, die Alte Geschichte konsequent kritisch zu reflektieren, in ihre aktuellen politischen, sozialen und kulturellen Zusammenhange einzuordnen sowie zukunftweisend auszurichten. Grundlegend sind seine dicht geschriebenen und konzeptionell innovativen Arbeiten zum Burgerstaat im fruhen Griechenland und zur Geschichtskultur der romischen Republik. Den Vortrag, den Uwe Walter zur Verleihung am 12. April 2025 hielt, widmete sich dem wissenschaftsgeschichtlichen Thema: "e;Bucher, Briefe, Horsaal. Alfred Heu und die Frage nach einer zeitgema en Alten Geschichte"e; und ist hier zusammen mit Angela Ganters Laudatio auf den Preistrager veroffentlicht.