Immanuel Kant - mehr als 200 Jahre nach seinem Tod ist das kritische Denken des Konigsberger Philosophen von bleibender Brisanz. Obwohl das hochste Gut ein Schlusselbegriff des kritischen uvres Kants ist, wur-de es bisher in der philosophisch-theologischen Forschungslandschaft kaum wahrgenommen. Dieses Buch lost dieses Desiderat ein, indem es den Horizont des hochsten Guts Schritt fur Schritt abschreitet. Themen wie die systematische Verbindung von Tugend mit Gluckseligkeit in einer Ethik deontologischen Typs, die Moglichkeit gemeinschaftlichen Zusammenle-bens in einer ethischen Gemeinschaft, die Fragen nach Sinn und Zweck moralischen Handelns angesichts der Schlechtigkeit der Welt und des na-turlichen' Glucksbedurfnisses des Menschen, die Begrenztheit menschlicher Krafte sowie ihrer Erganzungsbedurftigkeit durch Gott im moralischen Gottespostulat im Modus der Hoffnung werden nacheinander erortert. Die handlungspraktische Rechtfertigung des Hoffnungsbegriffs im Kontext des hochsten Guts wird abschlieend als Basis verstanden, um einen Dialog zwischen theologischer Glaubenswissenschaft und philosophischer Ver-nunftwissenschaft zu initiieren.