Die Debatte um Reformen der staatlichen Mittelinstanz wird schon seit den 1960er Jahren gef hrt. Im Zentrum der Diskussion steht dabei grunds tzlich, ob eine Mittelinstanz im Verwaltungsaufbau der Bundesl nder ben tigt wird, und wenn ja, wie diese ausgestaltet sein soll. Einhellig wird die Reform der Verwaltung als die Zukunftsaufgabe ausgemacht, bei der die Verwaltung unter verfassungsrechtlichen Gesichtspunkten effektiver, effizienter, b rgern her und kritischer gegen ber der eigenen Organisation und Aufgaben arbeiten soll. Vor allem die Finanzkrise ffentlicher Haushalte macht eine Reformierung der Ver-waltung n tig. Die Ausgaben der L nderhaushalte verdeutlichen diese schwerwie-gende Situation: Fast die H lfte aller Ausgaben sind dem Bereich Verwaltung" zu-zuordnen. Bei einer Diskussion um eine Modernisierung der Landesverwaltungen steht immer wieder die Dreistufigkeit des Verwaltungsaufbaus in der Kritik. Gerade die Mittelbeh rden sind dabei Gegenstand der Reformen: Hier gibt es berlegungen von einer Umstrukturierung bis zu einer Abschaffung dieser Verwaltungsebene.Neben dem Bundesland Rheinland-Pfalz besitzen acht weitere Bundesl nder eine Mittelinstanz. In der Diskussion um eine Reformierung dieser Verwaltungsebene war zun chst eine Aufhebung der Bezirksregierungen geplant. Die sozial-liberale Koalition unter Ministerpr sident Kurt Beck implementierte entgegen den Planungen nur eine Umstrukturierung der Mittelbeh rde. Die vorliegende Seminararbeit besch ftigt sich mit der Reform der Mittelbeh rde in Rheinland-Pfalz. Dabei soll zun chst eine Begriffsbestimmung zu Mittelbeh rden" und Bezirksregierung" vorgenommen und deren Funktionen und Aufgaben dargestellt werden. In dem einf hrenden Kapitel wird auf die Alternativmodelle eingegangen: (1) Center-Modell, (2) Landesverwaltungsamt, (3) Regionalkreismodell und (4) Regionalamtsmodell.In einem weiteren Kapitel soll die Genese und Implementation der Reform analysiert werden. Dabei wird auch auf die Str