Man sagt, das Leben schreibt die besten Geschichten. Doch bis eine wahre Geschichte dann tatsachlich filmreif wird, muss noch einmal tuchtig umgeschrieben werden. Erbarmungslos werden Beteiligte rausgestrichen oder umgepolt - was den Handlungsfluss stort, kommt weg. Der Held wird heller, sein Gegenspieler dunkel schraffiert. Oder es werden drei, vier reale Menschen zu einer Filmfigur verschmolzen. Wer sich nicht entwickeln will, muss angeschoben werden, ja und irgendwie muss da noch eine Liebesgeschichte rein. Kurzum: Auch die realen Helden haben sich den eisernen Drehbuch-Regeln zu beugen. Doch wo ist dann die Grenze, wo wir sagen wollen: Das geht nun doch zu weit. Was habt ihr aus der Geschichte gemacht? Und darf das Label Based on a true Story / nach einer wahren Begebenheit eigentlich noch verwendet werden?Fur dieses Buch haben sich 15 Journalistinnen und Journalisten 21 Filme, die nach wahren Begebenheiten entstanden sind, unter die Lupe genommen, um aufzuzeigen, wo jeweils die wahre Geschichte endet, wo die Fiktion beginnt und welche Ereignisse nicht ins Drehbuch passten und darum nonchalant ignoriert wurden.