Mit dem Abkommen uber die wirtschaftliche und technische Zusammenarbeit vertieften sich die Beziehungen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und Sudkorea. Von 1961 bis 1993 fuhrten beide Lander gemeinsame Modellprojekte, Forschungskooperationen, Beratereinsatze und Schulungsprogramme durch. Das fuhrte zu einem Transfer von Material, Wissen und Praktiken. Sudkorea betrachtete Deutschland als eine Alternative zu den USA und Japan, wahrend die Bundesrepublik auch versuchte, den koreanischen Wirtschaftsmarkt zu erschlieen. Mit der Entwicklung Sudkoreas zum Schwellen- und Industrieland nahm die Asymmetrie in den bilateralen Beziehungen weiter ab und entwickelte sich langsam in eine Partnerschaft. Insbesondere die deutsch-koreanischen Akteure vor Ort verhandelten die Ausrichtung der Projekte, losten Konflikte und gestalteten die Entwicklungspolitik mit.