Die Arbeit nutzt Holderlins Frankreichaufenthalt 1802 zu einer Deutung der Gedichte Andenken und Der Ister, um auf dieser Grundlage zu einer Kritik Heideggers fortzuschreiten.Holderlins Aufenthalt in Bordeaux im Winter und Fruhjahr 1802 hat die Forschung seit jeher vor Ratsel gestellt. Das einzige Zeugnis, das neben sparlichen Briefen erhalten geblieben ist, bildet eines seiner beruhmtesten Gedichte, Andenken, in dessen Mittelpunkt die Darstellung der Stadt und des Flusses Garonne steht. Auf dem gleichen Blatt hat Holderlin ein zweites Gedicht begonnen: Der Ister. Die Arbeit stellt die Frage nach dem Zusammenhang der beiden Stromgedichte und wendet sich in einem zweiten Schritt der Auslegung zu, die sie in Vorlesungen Heideggers wahrend des Krieges erfahren haben. Das Ziel besteht in einer Befreiung Holderlins von den Vorgaben der Philosophie Heideggers.