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Mythos bei Hieronymus
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Mythos bei Hieronymus

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Hieronymus hat an der Wende zum 5. Jahrhundert mit der Vulgata eine lateinische Bibelubersetzung vorgelegt, er hat ausfuhrlich ihre einzelnen Bucher kommentiert und sich uberdies in theologische Kontroversen eingemischt. Was haben hunderte Nennungen von Figuren aus den griechischen Mythen in diesen genuin christlichen Texten verloren? Was haben Zeus, die Sirenen oder die Hydra mit dem Psalter und der Kirche zu tun? Wahrend uber Hieronymus' Verhaltnis zur paganen Literatur viel geschrieben wurde, legt Karsten C. Ronnenberg erstmals eine Untersuchung vor, in der die traditionellen Erzahlungen der heidnischen Mythologie systematisch in Hinblick auf ihre Funktion im umfangreichen Gesamtwerk eines Kirchenvaters beleuchtet werden. Gelost von Literaturzitaten erscheinen sie bei Hieronymus in allen Textsorten, vom personlichen Brief bis hin zum Prophetenkommentar. Von der schroffen Ablehnung der Mythen, wie sie die fruhen Apologeten betrieben, ist nur noch ein leises Echo wahrnehmbar, und auch mit Reserven von Seiten seines christlichen Lesepublikums hatte er anscheinend nicht zu rechnen. Sein freier und souveraner Umgang mit dem Mythos war nach christlichen Mastaben neu, stand aber durchaus - wie diese historische Untersuchung zeigt - in der Tradition der Antike.
Undertittel
Zur christlichen Transformation paganer Erzahlungen in der Spatantike
ISBN
9783515111492
Språk
Tysk
Utgivelsesdato
14.7.2015
Tilgjengelige elektroniske format
  • PDF - Adobe DRM
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