Fur die deutsche Literatur gilt das 11. Jahrhundert als ein Zeitalter des Wiederbeginns. Nach dem Ende der althochdeutschen Literatur beginnt in der zweiten Jahrhunderthalfte eine fruhmittelhochdeutsche Textproduktion, die in direkter Linie in eine bis heute reichende literarische Tradition hineinzufuhren scheint. Dieses euphorische Bild eines Wiederbeginns modifiziert der vorliegende Band. Neben den Innovationen wird auch die Traditionalitat der deutschen Texte und Glossen dieser Zeit vorgefuhrt, neben den epochalen Bruchen wird auch fur Kontinuitaten pladiert. Auf der Grundlage von interdisziplinaren Epochendarstellungen zu Sprache, Geschichte und Wissenschaft des 11. Jahrhunderts versammelt der Band dazu Einzeluntersuchungen zu den prominenten Zeugnissen und Personen der Zeit, die die Fruhmittelhochdeutsche Literatur in ein neues Licht rucken.