Unsere Zukunft liegt auf dem Wasser!"e;, prophezeite Kaiser Wilhelm II. den Deutschen. Durch den Bau einer machtigen Flotte wollte das Kaiserreich die bestehende Weltmacht Grobritannien herausfordern. Bis 1914 stieg seine Marine unter der Leitung von Admiral Alfred von Tirpitz zur zweitgroten der Welt auf. Wahrend die Hochphase der wilhelminischen Flottenrustung eingehend erforscht worden ist, lag das Schicksal des Flottenprogramms wahrend des Ersten Weltkriegs bisher weitgehend im Dunkeln. Welche strategischen Schlusse zog die Kaiserliche Marine aus den Erfahrungen des Seekrieges? Wie gestaltete sich die Weiterentwicklung der Schiffstypen? Was waren die Kriegsziele der Marine? Benjamin Miertzschkes Dissertation, die auf einer umfassenden Auswertung der Aktenbestande des Reichsmarineamtes beruht, liefert Antworten auf diese Fragen. Die Studie wurde 2024 mit dem 1. Preis der Stiftung zur Forderung der Schifffahrts- und Marinegeschichte ausgezeichnet.