English summary: The Shift of the Party Role and its Incorporation into the Code of Civil Procedure in the Context of the Model Declaratory Action and the Directive on Representative Actions The German civil process is intended as a procedure between two parties to enforce their individual rights. In contrast, the model declaratory action and the redress action under the directive on representative actions lead to an increase in the bundled enforcement of rights by a third party unrelated to the individual rights. The study analyses the potential for friction arising from the integration of these types of action into a procedural system designed for a two-person relationship. German description: Der deutsche Zivilprozess ist als ein Verfahren zwischen zwei Parteien zur Durchsetzung ihrer Einzelinteressen konzipiert. Demgegenuber fuhren die Musterfeststellungsklage und die Abhilfeklage zu einer Zunahme des kollektiven Rechtsschutzes. Beide Verfahrensarten sind in den weiterhin am Individualinteresse orientierten Zivilprozess zu integrieren, wodurch ein Potential fur Friktionen mit dem tradierten Zivilprozess entsteht. Hier setzt die Arbeit an und analysiert die Integration dieser, vom materiellen Rechtsinhaber wegfuhrenden, Klagearten in eine auf ein Zwei-Personen-Verhaltnis angelegte Verfahrensordnung. Zu diesem Zweck wird die Rechtsnatur dieser prozessualen Instrumente herausgearbeitet und darauf aufbauend verschiedene Bereiche des Erkenntnisverfahrens unter dem Gesichtspunkt der Parteirollenverschiebung untersucht. Ferner werden die konsensuale und die streitige Verfahrensbeendigung sowie die hierbei auftretenden Auswirkungen einer Klage durch einen Rechtsfremden untersucht.