Ziel dieser Arbeit ist die Uberwindung der Kluft zwischen traditioneller und feministischer Literaturtheorie. Ein theoretisches Gesamtkonzept zur Bildanalyse soll die "Imagologie der Geschlechter" als neue Disziplin der Literaturwissenschaft -salonfahig- machen. Dabei wird in umfassender Weise die feministische Forschung berucksichtigt und im Zusammenhang mit traditionellen Bildtheorien ein Gesamtkonzept zur Analyse von Frauenbildern entwickelt. Authentische Existenzformen werden gegen imaginative abgegrenzt und die -Dauerkrise- als Ausdruck von authentischer Subjektivitat gewertet. Die Anwendung der Theorie auf Franz Grillparzer und seine wichtigsten Protagonistinnen (Sappho, Medea, Libussa und Rahel) bietet der Grillparzer-Forschung neue Impulse."