Die Autorin bietet eine alternative Lesart der mannlich gezeichneten Figuren in Elfriede Jelineks Erzahltexten an. Sie macht deutlich, wie die Figuren in Jelineks Erzahltexten auf die Lesenden wirken konnen, wenn gendertheoretische Konzepte als Grundlage der Rezeption dienen. Dann wird sichtbar, dass Jelinek ihre Figuren auf eine Weise konzipiert, die es ermoglicht, Kritik an den herrschenden patriarchalen Verhaltnissen uber ihre Figurenkonzeptionen zu formulieren. Die Figuren sind zum Scheitern verurteilt, weil sie den Anforderungen, die das Patriarchat mit der Verkorperung einer hegemonialen Mannlichkeit an sie stellt, nicht gerecht werden konnen. Es werden persiflierte Karikaturen von verzweifelten Mannlichkeiten vorgefuhrt, die letztlich die Absurditat des Patriarchats offenlegen.