Masterarbeit aus dem Jahr 2021 im Fachbereich Gesundheit - Sonstiges, Note: 1,3, SRH Fernhochschule, Sprache: Deutsch, Abstract: Zur Verbesserung der Gesundheitsversorgung gehort auch die Betrachtung der Ergebnisqualitat einer Behandlung, die ein Patient erhalt. Diese Patientenorientierung, als ein Qualitatskriterium der Krankenversorgung, gewinnt zunehmend an Bedeutung. So wird immer deutlicher, dass sie als eine zentrale Handlungsmaxime fur alle Einrichtungen des Gesundheitswesens gesehen wird. Zur Erhebung werden sogenannte PROMs verwendet, die als faktenorientiere Befragungsansatze, den Krankheitsverlauf der Patienten vor, wahrend und langfristig nach der Behandlung abbilden. Dadurch kann eine patientenorientierte Behandlung gefordert werden, in dem durch die verbesserte Kommunikation zwischen Patient und Arzt eine bessere Symptombeurteilung und damit gleichzeitig eine zielgerichtetere und bedarfsgerechtere Behandlung ermoglicht wird. Dies zielt somit nicht nur auf die Patienten selbst ab, sondern auch auf die Arzte, Gesundheitsversorgungsanbieterund Entscheidungstrager. Dieses Potenzial zeigt sich auch anhand einer Ubertragung der bisherigen Erfahrungen der Anwendung von PROMs in die innovative Versorgungsform der ambulanten spezialfacharztlichen Versorgung. Die Aufteilung eines Systems in viele Bereiche wirft naturgema Fragen nach Zustandigkeiten und Verantwortung auf und fuhrt zu Problemen beim Informationsaustausch zwischen den Sektoren, die die Zusammenfuhrung und effektive Nutzung von Fahigkeiten und Expertisen aus unterschiedlichen Sektoren erschweren. Patienten navigieren zudem nicht als sektorenspezifische Akteure durch das Gesundheitssystem, sondern nehmen meist Versorgungsangebote in beiden Sektoren in Anspruch. Auch die demografisch bedingte Zunahme von Patienten mit komplexen Erkrankungen sowie eine Verbesserungder Versorgung von Patienten mit seltenen Erkrankungen stellen zusatzliche Herausforderungen dar und erhohen den Bedarf an besonders qualifizierter Diagnostik und Therapie und interdisziplinar abgestimmten Versorgungskonzepten. Dies wurdevom Gesetzgeber erkannt und die ambulante spezialfacharztliche Versorgung ( 116b SGB V) eingefuhrt. Der Gesetzgeber verspricht sich durch diese Reform eine qualitative Verbesserung der Gesundheitsversorgung.