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Code der Leidenschaften
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Code der Leidenschaften

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Der Fetischismus ist ein Schlusselphanomen der modernen Gesellschaften. Er bestimmt nicht nur religiose und mentale Formationen, sondern auch die libidinosen Objektbeziehungen in der Konsum- und Massenkultur. Bemerkenswert unterbelichtet sind die Spielarten fetischistischer Formen und Praktiken in den Kunsten, Medien und Literaturen. Diese Lucke schliet 'Der Code der Leidenschaften'. Das Phanomen des Fetischismus ist gewiss alter als sein Diskurs. Er ist ein Leitfossil unserer Kultur. Seit es die Verkultung von Kunstobjekten oder Kunstlern gibt, also seit der Renaissance, wissen Kritiker und Interpreten, dass es nicht nur um Geschmacksurteile, Stilkritik, Form- und Gattungsanalyse, um die Ermittlung von Bedeutungen oder die Situierung von Werken in kulturellen Kontexten geht. Die Faszinationsgeschichte, durch die Leser und Betrachter mit Werken und ihren Schopfern verbunden sind, ist auch eine Geschichte der ebenso grandiosen wie skurrilen Passionen, welche die Rezipienten an Objekte der Kunst oder an ihre Autoren fesseln - auf durchaus erklarungsbedurftige Weise. Der vorliegende Band soll die Spielarten der fetischistischen Mechanismen in den Kunsten erkunden und dabei die Codes der Leidenschaften entziffern, die das Kraftfeld zwischen Kunstlern, Werken, Sammlungen und Rezipienten bestimmen. In diesem Sinn sind die einzelnen Beitrage zweierlei: fachwissenschaftliche Analysen kunstlerischer und literarischer Prozesse und zugleich auch Beitrage zu einer allgemeinen Geschichte der fetischistischen Praktiken unserer Kultur.
Undertitel
Fetischismus in den Kunsten
ISBN
9783846749685
Språk
Tyska
Utgivningsdatum
2019-05-10
Tillgängliga elektroniska format
  • PDF - Adobe DRM
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